Künstliche Intelligenz ist für die einen die Technologie der Zukunft, für andere nur ein weiterer technischer Trend. Tatsächlich ist KI aber längst in unserem Alltag angekommen – häufig sogar, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.
In der Medizin unterstützen KI-Systeme beispielsweise Ärzte bei der Auswertung von Daten und können dabei helfen, Auffälligkeiten zu erkennen und Diagnosen zu unterstützen. Auch im Arbeitsalltag begegnet uns KI immer häufiger: bei der Verarbeitung und Analyse von Daten, bei Übersetzungen, in Softwarelösungen oder beim Verfassen und Überarbeiten von Texten.
KI kann helfen – aber auch Fehler machen
Gerade bei der Erstellung von Texten sind Anwendungen wie ChatGPT & Co. inzwischen weit verbreitet. Eine E-Mail formulieren, einen Text korrigieren, Informationen zusammenfassen oder schnell eine Antwort auf eine Frage erhalten – das ist bequem und kann viel Zeit sparen.
Dabei gibt es allerdings einen entscheidenden Punkt:
Nur weil eine KI eine Antwort überzeugend formuliert, muss diese noch lange nicht richtig sein.
KI-Systeme können sogenannte „Halluzinationen“ erzeugen. Dabei entstehen Antworten, die plausibel und überzeugend klingen, aber falsche oder sogar frei erfundene Informationen enthalten können.
Wer solche Inhalte ungeprüft für Präsentationen, Kundeninformationen, Veröffentlichungen oder geschäftliche Entscheidungen übernimmt, kann schnell falsche Informationen weitergeben.
Deshalb sollte KI nicht als unfehlbare Wissensquelle verstanden werden, sondern als Werkzeug und Assistent.
Auch Cyberkriminelle nutzen KI
Wie viele Technologien kann auch künstliche Intelligenz missbraucht werden. Cyberkriminelle können mit ihrer Hilfe beispielsweise täuschend echt wirkende Phishing-Mails erstellen.
Rechtschreibfehler, ungewöhnliche Formulierungen oder schlechtes Deutsch waren früher häufig Hinweise auf einen Betrugsversuch. Durch KI lassen sich heute jedoch innerhalb weniger Sekunden professionell formulierte und auf den Empfänger zugeschnittene Nachrichten erstellen.
Deshalb gilt mehr denn je: Nicht allein auf die Qualität einer E-Mail verlassen. Absender, Links, Anhänge und ungewöhnliche Aufforderungen sollten weiterhin kritisch geprüft werden.
Vorsicht bei vertraulichen Daten
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Datenschutz. Nicht jede Information gehört in ein öffentlich verfügbares KI-System.
Kundeninformationen, personenbezogene Daten, Passwörter, Zugangsdaten, interne Dokumente oder andere vertrauliche Unternehmensinformationen sollten nicht einfach in ein KI-System eingegeben werden.
Auch bei der automatisierten Verarbeitung und Bewertung von Daten ist Vorsicht geboten. Unvollständige, falsche oder verzerrte Ausgangsdaten können zu entsprechend falschen Ergebnissen führen. Je nach Einsatzgebiet können darüber hinaus Datenschutz- und Compliance-Anforderungen zu beachten sein.
Empfehlungen für den Umgang mit KI
-
- Keine vertraulichen Kunden- oder Unternehmensdaten ungeprüft an KI-Systeme übermitteln.
-
- Wichtige Aussagen und Fakten immer anhand zuverlässiger Quellen überprüfen.
-
- KI als Unterstützung und nicht als Ersatz für die eigene Beurteilung verwenden.
-
- Bei wichtigen Texten oder Entscheidungen eine zweite Meinung einholen.
-
- Daten vor und nach der Verarbeitung auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen.
-
- Bei verdächtigen E-Mails besonders aufmerksam bleiben – auch wenn diese perfekt formuliert sind.
KI sinnvoll nutzen
Richtig eingesetzt kann künstliche Intelligenz ein äußerst nützliches Werkzeug sein. Sie kann bei Routineaufgaben Zeit sparen, Texte verbessern, Ideen liefern, Informationen strukturieren und Mitarbeiter bei vielen täglichen Aufgaben unterstützen.
Entscheidend ist jedoch, wie wir diese Technologie einsetzen und welche Informationen wir ihr anvertrauen.
KI sollte uns beim Denken und Arbeiten unterstützen – aber nicht das eigene Prüfen und Entscheiden ersetzen.
Ein alter Grundsatz passt deshalb erstaunlich gut in die neue Welt der künstlichen Intelligenz:
„Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.“
Gerne unterstützen und beraten wir Sie bei der Verwendung von KI Systemen.
